Geschichte ab 1907

1836 In einer Zeit großer sozialer Nöte, besonders unter der Bevölkerung des Vogtlandes und des Westerzgebirges, gibt Königin Maria Leopoldina von Sachsen den Anstoß:

Frauen sollen sich in evangelischen Frauenvereinen zusammenschließen, um sich vor allem karitativen Aufgaben zu widmen.  
» Gründungsaufruf

In fast allen sächsischen Gemeinden entstanden dann bis Ende des 19. Jh. solche Vereine. Den Vorsitz hatten Frauen, ihnen standen Kuratoren (Pfarrer oder Lehrer) als geistliche Betreuer zur Seite. Allmählich bildeten sich Aufgaben heraus, die bis heute die Aufgaben der Frauenarbeit bestimmen.

1859 Die gegründeten Vereine schließen sich zum Zentralausschuss zusammen.

1896 sind in fast allen sächsischen Gemeinden sind Frauenvereine entstanden.

1907 Gründung des "Ausschusses für Christlichen Frauendienst", Herausgabe der Zeitschrift "TABEA, Blätter für Frauendienst in den christlichen Gemeinden"
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1911 Beginn des Reisedienstes
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(Teil 2)

1912 Gründung des Landesverbandes für christlichen Frauendienst mit Verbandsausschuss (Bezirksleiterinnen und Bezirkskuratoren, Geschäftsstelle in Dresden).
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1916 Gründung der "Frauenschule für christlichen Frauendienst" - Ausbildungsstätte für Gemeindehelferinnen, die 1920 als "Soziale Frauenschule des Landesverbandes für christlichen Frauendienst" umbenannt und als Wohlfahrtsschule staatlich anerkannt wird.
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1923 Anschluss des Landesverbandes an die Vereinigung Evangelischer Frauenverbände Deutschlands. Die Zeitschrift "TABEA" wird umbenannt in "Christlicher Frauendienst".
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1927 Neue Satzung des Landesverbandes. Zur Landesleitung gehören neben der Vorsitzenden (= Landesleiterin) und dem Vereinsgeistlichen (= Landespfarrer) jetzt noch 4 Frauen

1929 erste Mütter-Rüstzeit
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1936 "Soziale Frauenschule" wird aufgelöst.

Die Frauen in den Kirchgemeinden bleiben zusammen. Karitative Betätigungsfelder sind ihnen untersagt. So schließen sie sich besonders um das Wort der Bibel zusammen.
Bald nach dem Verbot der "Sozialen Frauenschule" gründet sich aus ihr die "Frauenschule für kirchlichen Dienst". Später wird daraus das "Amalie-Sieveking-Haus".
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1938 Herausgabe von Hilfen zum Bibellesen (Handreichungen für die Bibelarbeit)

1940 Christliche Mütterlehre (wöchentlich ein Nachmittag).

1941 Die Zeitschrift "Christlicher Frauendienst" muss ihr Erscheinen einstellen.

1945 Zerstörung der Geschäftsstelle

1946 Der Landesverband für christlichen Frauendienst wird in ein Landeskirchliches Amt für kirchliche Frauenarbeit umgewandelt.
Pfarrfrauenwochen und Tagungen für Bezirksleiterinnen beginnen erneut
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1947 finden die ersten Frauentreffen statt. Bis heute haben diese Bestand im Rogate-Frauentreffen.
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1950 beteiligt sich die Frauenarbeit erstmals am Weltgebetstag.
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1951 wird das Haus Bautzner Str. 102 in Dresden als Dienststelle der Kirchlichen Frauenarbeit in Sachsen und als Tagungsstätte für Bibelseminare angemietet.
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1954 wird das Haus "Esther" in Kipsdorf als Müttererholungsheim gekauft.

In den Jahrzehnten sind viele Arbeitszweige gewachsen: Bibellehrwochen für Frauen, Bastelwochen, Seminare für Rentnerinnen, Wochenenden für jüngere Frauen und Jungrentnerinnen, Seminare für Berufstätige, Pfarrwitwenwochen, Einsamenrüsten,
Besuchstage für Frauen- und Mütterdienste, Bibelseminare für Frauen mit Kindern, seit 1983 Tage für Mütter im Babyjahr und der Weltgebetstag. Jedes Jahrzehnt setzte eigene Schwerpunkte.

Die sechziger Jahre – Suche nach neuen Wegen
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Die siebziger Jahre – Emanzipation und Tradition
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Die achziger Jahre – Öffnung für neue Impulse
» mehr dazu (Teil 12)

1991 gründet sich aus der Frauenarbeit heraus der Verein "Müttergenesung in der Ev.-luth. Landeskirche Sachsens".
» mehr dazu (Teil 13)

1992 Grundsteinlegung für das Mutter-Kind-Kurhaus "Haidehof" in Gohrisch

1994 Einweihung des ersten sächsischen Mutter-Kind-Kurhauses "Haidehof" in Gohrisch

1994 Aufgabe der Dienststelle und Tagungsstätte auf der Bautzner Straße wegen Rückgabeanspruch durch den Eigentümer. Umzug in die Kirchgemeinde Dresden-Strehlen.

1997 Umzug der Dienststelle in die Kreuzstr. 7
Umbenennung in: Kirchliche Frauenarbeit der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens

2003 Im Juni wird das Haus "Esther" nach fast 50 Jahren geschlossen. Die Angebote der Kirchlichen Frauenarbeit werden im Mutter-Kind-Kurhaus "Haidehof" in Gohrisch durchgeführt.

2004 Auf Grund der gesundheitspolitischen Entwicklungen und des Kur-Genehmigungsverhaltens der Krankenkassen muss der Verein "Müttergenesung in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens" im Mai die Insolvenz beantragen. Das Kurhaus in Gohrisch wird zum 30. November des Jahres geschlossen und die Geschäftsstelle aufgelöst.
Mehr dazu:
» Chronik Müttergenesung (Pdf 53 kB)

2005 können die Kurberatungsarbeit und Kurnachsorge in die Frauenarbeit integriert werden.

2007 feiert die Kirchliche Frauenarbeit ihr 100-jähriges Bestehen mit einem zentralen Frauentreffen am Sonntag Rogate in Dresden
» 100 Jahre Frauenarbeit

2011 Umzug der Geschäftsstelle von der Kreuzstraße in die ehemalige Bischofsvilla Tauscherstraße 44. Die Ev. Erwachsenenbildung zieht ebenfalls ein. Es beginnt eine stärkere strukturelle Zusammenarbeit zwischen Frauenarbeit, Männerarbeit, Erwachsenenbildung und Familienbildung (eaf)

2012 Ab September greift die beschlossene neue Struktur. Die Stelle der Landespfarrerin der Frauenarbeit wird eingezogen. Es gibt nur noch eine leitende Pfarrstelle für Frauenarbeit, Männerarbeit und Erwachsenenbildung. Weitere Veränderungen werden schrittweise umgesetzt.

2013 Im April wird erstmals einer Pfarrerin der Dienstauftrag "Theologisch Beauftragte der Kirchlichen Frauenarbeit" übertragen.