Weltgebetstag 2018

Es gibt eine – eigens für den Weltgebetstag 2018 – gebaute Surinam-Website, verantwortet von der Herrnhuter Missionshilfe:
www.herrnhuter-missionshilfe.de/projekte/wgt-2018-surinam/

 

Sa 18.11.17 | 10:00–17:00 Uhr | Dresden Laubegast
Ökumenische Weltgebetstagswerkstatt Surinam 2018:

Genauere Hinweise und Anmeldung hier:
www.frauenarbeit-sachsen.de/veranst/veranst_17.php?id=71

 

Rezepte vom Weltgebetstag 2018 Surinam | Pdf 250 KB

Rezepte vom Weltgebetstag 2018 Surinam, Druckversion | Pdf 250 KB

Wie in den vergangenen Jahren sind auch dieses Jahr wieder Zutaten in den ursprünglichen Rezepten, die es bei uns nur schwer gibt.
Im folgenden finden Sie Ideen, wie das eine oder andere Rezept etwas abgewandelt werden kann ...

Hinweise zu den Zutaten

S. 2 Bara: statt des Mungobohnenmehles kann hier auch Linsenmehl versucht werden
S. 3 Frikadel Djawa: statt der gekochten Maniok können Kartoffeln verwendet werden
S. 5 Cassavasalat: statt der Cassave (Maniok) können Kartoffeln verwendet werden
S. 6 Maniokchips: hier können Kartoffeln bzw. Kochbananen zum Einsatz kommen
S. 7 Nasi Goreng: Kecap Asin – hier kann auch normale Sojasauce genommen werden (in Asien nimmt man die Sojasauce zum Salzen)
S. 7 Bami Goreng: Shrimps Paste muss nicht sein
S. 8 Surinamosche Lumpia: geht auch ohne Glutamat und Garnelenpaste
S. 10 Broodje Bakkeljauw: statt des Stockfisches geht hier gut anderer geräucherter Fisch, der noch mal etwas gesalzen wird (der Stockfisch ist sehr salzig; die Brötchen schmecken einfach lecker, ähnlich einem Fischbrötchen, aber mit etwas salzigerem Fisch, ähnlich Räucherfisch)
S. 11 Baka bana: hier können auch normale Bananen verwendet werden
S. 12 Ginga biri: gut 24 h vorher ansetzten, im Glas dann mit kohlensäurehaltigem Wasser auffüllen, da es sehr süß ist (Süße ist ähnlich wie Sirup)

Kochbananen – habe ich bei Kaufland gesehen
Galgant – gibt es auch als Pulver

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Suriname – Weltgebetstagsland 2018

Suriname – wo liegt das? Asien? Afrika? Südamerika?
Suriname hat von allen etwas! Etwas von Asien, von Afrika, von Südamerika, ja und auch von Europa.
Im März 2017 durfte ich mit einer Reisegruppe der „Evangelischen Frauen in Württemberg“ zur Vorbereitung auf den Weltgebetstag 2018 nach Surinam reisen. Wo liegt dieses Land? Suriname ist mehr als 9 Flugstunden von Europa entfernt, es liegt im Norden Südamerikas. Östlich von Guyana, westlich von Französisch Guyana und nördlich von Brasilien an der Karibikküste. Früher – bis 1975 – hieß es Niederländisch Guyana.
Ich habe mich mit anderen Frauen aufgemacht in ein Land, dass uns hier in Sachsen kaum bekannt ist. Und was ich erleben durfte, war eine Vielfalt der Nationen und Kontinente. Ein Land, in dem Niederländisch gesprochen, englisch (links) gefahren, afrikanisch und asiatisch gelebt wird. Ein Land, in dem ich ohne Probleme in drei Währungen zahlen konnte, mit dem SRD = Surinamdollar, in US Dollar und in Euro.
Welche Geschichte steckt hinter diesem Land?
Ursprünglich gehörte dieses Stück Erde unterschiedlichen indigenen Stämmen, die ihre Traditionen bis heute teilweise bewahrt haben. Doch die Entdeckung Amerikas durch Kolumbus ging auch an Suriname nicht vorbei. So wurde im Laufe der Geschichte Suriname Kolonie der Englischen Krone. In dieser Zeit gehörte das Gebiet des heutigen Manhattan – eine Insel am Hudson River und heute Teil der Stadt New York (USA) – den Niederländern, doch die hatten keine Verwendung für eine Insel aus Fels. So tauschten sie es nach einigen nicht ganz leichten Verhandlungen mit den Engländern gegen das Gebiet des heutigen Suriname. Die Niederlande waren dafür bekannt, eines der Länder mit dem brutalsten Sklavenhandel zu sein. Niederländische Sklavenhändler brachten Sklaven u.a. aus dem westlichen Afrika und Indonesien nach Suriname. Deren Nachfahren leben noch heute in Suriname.
Erst vor kurzer Zeit gab die Niederländische Regierung bekannt, dass sie die Bücher und Listen aus der Zeit des Sklavenhandel öffnen wird, damit heutige Bewohner Surinames erfahren können, wer ihre Vorfahren waren und wo sie hergekommen sind. So wird ihnen endlich ein wenig Gerechtigkeit zuteil.
Suriname – ein Land, das noch immer in enger Beziehung zu den Niederlanden steht – ein Land, in dem die Demokratie noch in den Kinderschuhen steckt – ein Land, dessen Fläche noch heute zu 95 % Dschungel ist und in dem nur rund 520 000 Einwohner leben – ein Land, in dem die Menschen darauf stolz sind, dass viel verschiedenes Blut in ihnen zirkuliert.
Eine Gruppe ökumenischer Frauen in Suriname hat die Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag 2018 erarbeitet.
Seien Sie gespannt auf den Weltgebetstag 2018, an dem Frauen sich weltweit zusammenschließen und dazu einladen, gemeinsam zu beten und zu handeln.
Peggy Rühle (Text und Fotos)
Reisereferentin der Kirchlichen Frauenarbeit